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Krebsgesellschaft rät zu Vorsicht mit Deo
 © dpa - Meldung vom 29.01.2004 16:01 Uhr
 

Jena/Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Krebsgesellschaft rät zum Verzicht auf Deodorants und Kosmetika mit dem Konservierungsmittel Paraben. Zwischen dem Konservierungsmittel und Brustkrebs könne es einen Zusammenhang geben, warnte ihr Präsident, der Jenaer Universitätsmediziner Klaus Höffken.

Die Chemikalie ist nach Angaben der Gesellschaft jedoch nur in wenigen Deodorants enthalten, bei diesen aber unter den Inhaltsstoffen angegeben. Sie berief sich auf eine jüngst veröffentlichte Studie. Britische Wissenschaftler hatten kürzlich in Tumoren von Brustkrebspatienten Rückstände von Paraben entdeckt. Laut Krebsgesellschaft hat das Konservierungsmittel eine dem weiblichen Hormon Östrogen vergleichbare Aktivität. Östrogen gilt auch als Wachstumsfaktor für Brustkrebs. Vollständig geklärt ist der Zusammenhang zwischen Paraben und Krebserkrankungen nach der jüngsten Studie allerdings noch nicht. Bis zum jetzigen Zeitpunkt gebe es keine Anhaltspunkte für eine über das Maß hinausgehende Wahrscheinlichkeit einer Brustkrebserkrankung nach der Benutzung von Kosmetika mit diesem Inhaltsstoff, hieß es von der Gesellschaft.

Die Studie von Philippa Darbre von der Universität in Reading war Mitte Januar im «Journal of Applied Toxicology» erschienen.

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